Interview Search-Markt: „Dumping funktioniert nicht mehr“

5. Dezember 2007 Kommentar Link zu diesem Artikel –  Erschienen in: acquisa

SEM-Chef Jörg Berlage von Google spricht über den Wegfall des Best Practice Funding (BPF) sowie die Konsequenzen für Agenturen und sein Haus.

acquisa: Wie hat die Szene auf das angkündigte BPF-Ende reagiert?

Jörg Berlage: Wir sind froh, dass der Markt die Ankündigung vom Auslaufen des BPF-Modells positiv aufgenommen hat. Durch den Wegfall entsteht die Basis für ein faires Auktionsmodell innerhalb eines entwickelten SEM-Markts: Alle Werbungtreibenden, Agenturen und Anwender aller Größen werden somit gleich behandelt – vom Konzern bis hin zur Apotheke um die Ecke. So ist auch Preis-Dumping nicht länger ein Verkaufsargument.

acquisa: Das heißt, Dumping funktioniert nicht mehr?

Berlage: Genau. Die Agenturen haben erkannt, dass sie mit nachhaltigen Marktkonzepten langfristig besser fahren. Voraussetzung: dass sich in Deutschland die Denkweise durchsetzt, Agenturen für hochwertige Leistungen fair zu vergüten.

acquisa: Was ändert sich künftig an den Agentur-Geschäftsmodellen?

Berlage: BPF ist von vorn herein als temporäres Programm aufgesetzt worden, um die Szene fit zu machen, für ein neues, trackbares und transparentes Werbemodell. Dass wir den Wegfall 15 Monate vorher angekündigt haben, ermöglicht es den Agenturen, ihre Geschäftsmodelle umzustellen und ihre eigenen Kunden auf die bevorstehenden Änderung vorzubereiten. In der Regel erfolgt die Agenturhonorierung, sofern nicht schon vorher geschehen, schwerpunktmäßig über eine Handling-Fee. Doch jede Agentur wird eigene Konzepte aufsetzen. Diese hängen von der jeweiligen Kosten- und Kundenstruktur ab – sind also eine agenturindividuelle Angelegenheit.

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