Berliner Start-ups: „Das Funding-Klima verändern“ – Interview mit Videesha Kunkulagunta

6. November 2016 Kommentar Link zu diesem Artikel –  Erschienen in: absatzwirtschaft

Interview mit Videesha Kunkulagunta, Principal beim Berliner VC-Unternehmen Redstone Digital

Welche Magie bringen Gründer nach Berlin?

VIDEESHA KUNKULAGUNTA: Entrepreneure, die einen erfolgreichen Exit hinlegen, formen eine neue Generation von Gründern mit, indem sie ihr Wissen teilen. Diese Entwicklung – und letztendlich auch die von Berlin – wird im Idealfall von immer mehr spannenden Erfolgsgeschichten befeuert werden. Die Kombination aus skaliertem Erfolg, Talent und einer offenen Wissenskultur wird auch in Berlin das Funding-Klima verändern.

Ist davon schon etwas zu sehen?

Mittlerweile ist es in Berlin einfacher geworden, sogenannte Growth Stage Funds einzuwerben, weil dem hiesigen Markt allmählich Fonds von mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Hintergrund: Wenn mehr Investoren einsteigen und größere Funds vorhanden sind, können Geldgeber riskantere Investitionen tätigen. Auch Unternehmen und Corporate Funds engagieren sich hier, etwa die Deutsche Bahn. (Anm. d. Red.: Allein 13 der DAX-30-Konzerne unterhalten eigene Forschungs-und-Entwicklungseinheit in Berlin.) Ferner kommen US-, israelische und chinesische Investoren nach Berlin.

Was wird mittelfristig in Berlin passieren?

Die Risikokapitalindustrie erwartet in Berlin in den späteren Investment-Phasen eine Marktkorrektur – je nachdem, wie sich die Situation an der Börse entwickelt und je nach Appetit der Käufer. Entsprechend wird es 2017 in Berlin zurückhaltender zugehen. Dennoch sehe ich eine nachhaltige Entwicklung, weil die Stadt von neuen Talenten und dem niedrigen Preisniveau profitieren wird.

 

 

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