Berliner Start-ups: Talente und Wachstum

6. November 2016 Kommentar Link zu diesem Artikel –  Erschienen in: absatzwirtschaft

Das Marktforschungs-Start-up POSPulse befindet sich auf Erfolgskurs. Ende 2015 erhielten die ein Jahr zuvor gegründeten Berliner nicht nur eine Serie-A-Finanzierung. Im Sommer 2016 sind sie der steigenden Mieten und des eigenen Wachstums halber „raus“ auf einen Gründercampus in der Sonnenallee gezogen – um von dort aus mit Crowd-gesourcten Panel-Daten für Markenartikler den stationären Handel transparenter zu machen. Längst muss sich POSPulse-Chef Dominic Blank um die nächste Ausbaustufe seiner Firma kümmern – auch personell: etwa um Muttersprachler für die neuen Märkte zu gewinnen.

„In der Skalierungsphase benötigen Sie auch Mitarbeiter, die stärker geführt werden wollen“, erklärt Blanc. Aber: „Selbst wenn du anfängst, neben Unternehmerpersönlichkeiten einen Buchhalter einzustellen, der sein Leben nicht allein auf die Firma ausrichten wird, nimmst du die Besten unter ihnen“, skizziert Daniel Heer, Gründer und CEO des Berliner Start-ups zeotap, das auf Data-Dienstleistungen spezialisiert ist. „Talent ist einerseits der Flaschenhals für Wachstum“, resümiert Blanc. „Andererseits brauchen Sie ein Kern-Team, das die Unternehmenskultur auch in der Wachstumsphase prägt.“

So bevorzugt zeotap-Chef Heer Mitarbeiter, „die mich obsolet machen und überrennen. Andernfalls überrenne ich sie“. Nichts also für Weicheier – Heer erwartet Eigeninitiative und selbst gefällte, unternehmerische Entscheidungen seiner Team-Mitglieder: „Das ist mir lieber, als wenn sie beim Warten auf Erlaubnis Zeit verlieren. Erst Agilität macht uns gegenüber Großunternehmen schlagkräftig.“

 

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