campus-Wettbewerb: Die Zauberlehrlinge

21. April 2014 Kommentar Link zu diesem Artikel –  Erschienen in: Jahr der Werbung

Er möchte jungen Talenten Appetit auf einen Job in der Werbung machen. Und er will den professionellen Werbern mutige Alternativen präsentieren: Der Nachwuchspreis campus kürt zum ersten Mal drei herausragende, studentische Abschlussarbeiten.

Dynamik und unbändiger Mut. Oft charakterisiert Prof. Anette Scholz, die das Design digitaler Produkte an der Kunsthochschule Giebichenstein in Halle lehrt, studentische Arbeiten genau so. Die Arbeitsproben der kreativen Zauberlehrlinge kämen meist weniger konventionell und „Old-schoolig “ daher als deren professionelle Pendants. Um Werbung für Jungdesigner attraktiver zu machen und für frischen Wind zu sorgen, haben die erprobten Hochsschullehrer und Herausgeber zum Buch „Das Jahr der Werbung“ den Nachwuchspreis campus aus der Taufe gehoben. Neben Prof. Scholz fungieren Prof. Thomas Rempen und Prof. Peter Wippermann als campus-Mentoren. Der Preis selbst geht 2014 erstmals, zusammen mit fünf Shortlist-Nominierungen, an drei außergewöhnliche Abschlussarbeiten aus Design und Werbung.

„Nichts ist anregender als die kreative Courage“

„Wir wollen für campus die jungen, wilden Nachwuchswerber gewinnen. Diejenigen, die sich mit allen aktuellen gesellschaftlichen Strömungen und den Chancen des Werbewettbewerbs auseinander setzen“, skizziert Juror Rempen. Nichts sei anregender als kreative Courage. „Für uns als ,Eltern‘ des Wettbewerbs „Das Jahr der Werbung‘ ist es nur konsequent, dass wir uns mit campus für die Besten unserer Werbenachwuchs-,Kinder‘ interessieren“, skizziert der Creative Consultant des Büros Rempen in Drensteinfurt. Preiswürdig seien impulsgebende Ideen – ungeachtet der Bewertung durch die Hochschule und egal, ob im Rahmen von Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit an einer Hochschule in Deutschland, Österreich oder der Schweiz verfasst. Hauptsache die Werke entstammen den Fachbereichen Werbung, Kommunikations- oder Mediendesign.

An den Ergebnissen faszinieren Juror Wippermann, Chef des Hamburger Trendbüros, die vernetzten Sparten (Stichwort: „Internet trifft Grafik trifft Bewegtbild“). Außerdem die unterschiedlichen Grundpositionen einiger brillianter Ideen. Für Scholz zählt vor allem, was an Neuem geschaffen wurde – frei von auftraggeberischen Nöten und Eingrenzungen. Rempen hat der Wettbewerb unterdessen gezeigt, „mit welcher Hingabe sich die Nachwuchswerber durch alle Medienarten hindurchgebuddelt haben“. Das Ergebnis überzeuge durch Qualität und Vielfalt. „Die Arbeiten wollten weder extrem ,sparkling‘, noch eitel sein“, lobt Rempen.

„Sie waren alle nicht unangenehm laut, nicht aufdringlich wie so vieles; sie waren funktional, klug durchdacht und handwerklich sehr schön gemacht.“

Die Alten in den Schatten stellen

Die Siegerarbeiten, dokumentiert auf den folgenden Seiten, könnten unterschiedlicher nicht sein. Mit ihrem Votum beweist die Jury, „dass wir mit dem Wettbewerb die Kreativität an den Hochschulen fördern und jungen Talenten ein Forum für Ideen, Schlauheit und Umsetzung geben wollen. Und wir wollen den Profis Mut machen, unkonventionellere Lösungen auch umzusetzen“, betont Scholz.

In diesem Sinne heißt Rempen alle herausragenden Zauberlehrlingsarbeiten für den kommenden Turnus herzlich willkommen und verspricht, „alles dafür tun, sorgfältig und fair zu jurieren. Egal, wie viel Arbeit das macht“. Kollege Wippermann knüpft ein Stück Hoffnung daran: „Ich erwarte vom Nachwuchs, dass er die Alten in den Schatten stellt. Und dass er uns zeigt, was Marketing-Kommunikation von morgen bedeutet.“

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