Interview Display-Formate: „Hohe Visibilitätswerte“

30. September 2015 Kommentar Link zu diesem Artikel –  Erschienen in: Internet World Business

Sascha Jansen, stellvertretender Vorsitzender des Fachkreises Online-Mediaagenturen (Foma) im Bundesverband Digitale Wirtschaft

Welches sind die Formatlieblinge des Display-Marktes?

Sascha Jansen: Großformatige Inpage-Formate wie Billboards und Dynamic Sidebars lösen Over-the-Page-Formate wie Layer zunehmend ab, von denen es nur noch wenige und stark standardisierte Formen geben wird. Der Trend geht zu Formaten, die sich an die Publisher-Site anpassen – gerade im Bereich Native Ads.

Was bringen diese „Chamäleons“?

Jansen: Diese waren anfangs primär textlicher Natur, werden aber vermehrt multimedial verwendet. Über die nächsten drei Jahre werden die Wachstumsraten im hohen zweistelligen Bereich liegen. Demgegenüber entwickelt sich das Floor-Ad positiv – ein Layer am Fuße des Browser-Fensters. Das Potenzial ist indes limitiert – und die Nutzerakzeptanz vermutlich auch.

Wie hoch ist der Reifegrad der beliebtesten Display-Formate?

Jansen: Billboards als technischer Standard sind ein reifes Format mit entsprechend hoher Nachfrage. Dynamic Sidebars benötigen Skripte, mit denen jedoch nicht jeder adäquat umzugehen weiß. Die Folgen können einerseits hohe Datenmengen und CPU-Lasten sowie im schlimmsten Fall Browser-Abstürze sein. Dies fällt negativ auf den Werbungtreibenden zurück.

Wie steht es um die Chancen?

Jansen: Es winken hohe Visibilitätswerte und enormer Spielraum für kreative Lösungen. Native Ads – insbesondere jene mit Videos – sind vergleichsweise jung – und die Investitionsbereitschaft von Kunden ist vorhanden. Das Verständnis dafür, dass sich der Abwicklungsprozess deutlich von „klassischen Ads“ unterscheidet, stellt jedoch eine Hürde dar.

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