NEXT 2014 und was ein Start-up-Mindset ausmacht? Nun: „Zeichne die verdammte Eule!“

7. Mai 2014 Kommentar Link zu diesem Artikel

Diskutanten (v.l.n.r.) David Knight (Silicon Allee), Paul Jozefak (Liquid Labs), Denise Philipp (Berlin Geekettes), Reto Wettach (IXDS), Andrew Hoag (Startup Institute): „Ob du dich selbst managen kannst“

Diskutanten (v.l.n.r.) David Knight (Silicon Allee), Paul Jozefak (Liquid Labs), Denise Philipp (Berlin Geekettes), Reto Wettach (IXDS), Andrew Hoag (Startup Institute): „Ob du dich selbst managen kannst“

Was ist das neue Normal? Unter Start-ups zählt das Mindset, also nicht nur fachliches Know-how, sondern auch Tugenden wie Empathie, Neugier und Biss. Das ergab eine Podiumsdiskussion auf dem Internetkongress NEXT14. „Wenn wir einen Gründer unter unsere Fittiche nehmen, bezahlen wir ihn gut, aber wir erwarten auch, dass er umsichtig mit seinem Budget umgeht und uns zügig den ,Proof of Concept‘ liefert. Viele angehende Unternehmer scheitern allerdings bereits am ,Paradox of Choice‘“, hat Paul Jozefak beobachtet, Chef des Start-up-Labors Liquid Labs in Hamburg. Viele Talente seien gelähmt und zögerten an den vielen unternehmerischen Weggabelungen – aus Angst, sich falsch zu entscheiden. Daher empfiehlt er Jungunternehmern, zu machen und– wenn überhaupt – „schnell zu scheitern“.

Nicht immer hilft der MBA, sondern „ob du dich selbst managen kannst“

„Im Grunde geht es darum, die verdammte Eule zu zeichnen, wenn die Aufgabe lautet ,Zeichne eine Eule!‘“, bringt es Andrew Hoag auf den Punkt, Chef des Berliner Startup Institute. Wie die Metapher Eule aussehe, sei in diesem Stadium irrelevant. Oft schnitten hier holistisch denkende Ingenieurstypen gut ab. „Da nützt nicht immer ein MBA und all der übliche karrieristische Mist“, wettert Inkubator Jozefak. „Ob du Familie hast oder nicht ist irrelevant, es geht darum, was du in deinem Leben vorhast und ob du dich selbst managen kannst oder nicht.“ Dazu zählen laut Denise Philipp der Berlin Geekettes Entscheidungsfähigkeit und Softskills. Die weichen Faktoren können je nach Aufgabe variieren. Aber jede Start-up-Persönlichkeit sollte konstruktive Kritikfähigkeit mitbringen, nicht beratungsresistent auftreten.

Nicht-Start-up-minded: Wider die dysfunktionalen Dandys

Auch die Chefs sehen sich in der Pflicht: „Meine Aufgabe ist es, zu inspirieren, sodass niemand verloren geht“, betont Reto Wettach, Gründer und Designchef der auf User-Experince ausgerichteten Berliner Agentur IXDS. Und Jozefak  ergänzt: Viele Unternehmen sind dysfunktionale Dandys, weil sie sich nach außen hui darstellen, aber innen pfui sind.“

Wen das nicht vom Gründen und Dranbleiben abhält: Am 6. Mai gaben die EU-Kommission, Deloitte und das European Young Innovaters Forum sowie das HUB Institute bekannt, die zweite Ausgabe des Europioneers Awards auszuloben. Der Preis honoriert die besten europäischen Web-Unternehmer und deren erfolgreiche Initativen. Bewerbungen unter: Euorpioneers.

 

 

 

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.